Die Story vom Versuch einer M3-Probefahrt bin ich diesem Blog ja noch schuldig. Hier kommt sie:
Bereits im Dezember letzten Jahres habe ich mich mit einer vermeintlichen Alternativen zu meinem Porsche 911 Carrera S beschäftigt. Der BMW M3 war so ein Kandidat.
Also rein in den Porsche und hin zur BMW-Niederlassung nach Chemnitz. Da stand auch das Objekt der Begierde. Ein BMW M3. Jerez schwarz. Super Ausstattung. Jahreswagen. Also schnurstracks hin zum Verkäufer und das Interesse an dem Auto bekunden. Wieso lange um den heißen Brei reden. Doch vor einem möglichen Kauf sollte eine Probefahrt stehen. In Chemnitz stand kein M3 zur Verfügung. Also wollte sich der Verkäufer um einen aus irgendeinem Pool kümmern. Was will man mehr als Kunde.
Dann passierte lange nichts. Keine Ahnung wie lange. Irgendwann kam ein Anruf, dass die M3-Flotte für Probefahrten über Wochen ausgebucht sei. Es gibt wohl viele BMW-Fans und -Kunden, die gern mal ne Runde in einem M3 drehen möchten. Da ist ein möglicher Wechselkandidat eben nicht ganz so wichtig. Was soll ein Porsche-Fahrer denn auch an einer BMW-Probefahrt finden? Leidenschaft und Sportwagen-Feeling? Oder einfach nur Freude am Kaufen? Am Ende wird er Porsche gar noch untreu und wechselt zur bayrischen Marke.
Der Verkäufer wollte sich auf jeden Fall um einen Termin kümmern und mir Bescheid geben. Das war im Dezember. Wir haben jetzt Juli. Einen Termin gab´s noch nicht. Wir haben ja auch gerade Hoochkonjunktur bei Sportwagen im Bereich von knapp 100.000 EUR. Das muss man als Interessent schon verstehen.
Nachdem mein Porsche zwischenzeitlich verkauft ist und ich ein neues Auto bräuchte, hab ich mich nach langen inneren Kämpfen und einer ersten Pleite bei Audi doch entschlossen nochmal nach Chemnitz zu fahren. Welch ein Glück. Der Verkäufer vom Dezember hat in den letzten Monaten soviel Autos verkauft, dass er seinen Job noch immer hat. Auf meinen M3 war er also gar nicht angewiesen. Das muss man als Kunde verstehen. Er erinnerte sich sogar an mich. Ein Kaffee und ein paar interessante Minuten machten mir sogar wieder Appetit auf mehr M3. Doch leider gehöre ich immer noch zu dem Kundenkreis, der keinen Blankovertrag unterschreibt, sondern sein Wunschauto gern mal Probe fahren möchte. Ein guter Verkäufer zeichnet sich dadurch aus, das er verspricht den Wunsch des Interessenten zu erfüllen und sich um einen BMW M3 aus dem „Pool“ kümmert. Das war vor einer Woche. Sicher laufen die Geschäfte so gut in Chemnitz, dass in dieser Woche zig M3´s ohne so lästige Kunden wie mich, die mal auf Tuchfüllung mit so einem Auto gehen möchten, verkauft wurde. Ich kann es der BMW-Niederlassung nur wünschen. Denn einen dritten Versuch werde ich nicht unternehmen.
Der Vorteil an dieser etwas anderen Probefahrt in einem vielleicht sogar guten Sportwagen ist, dass meine Entscheidung nun etwas leichter wird. BMW scheidet schon mal aus. Eine andere Entscheidung kann man als Kunde nicht treffen.
Die Freude in der anderen Ecke in Chemnitz wäre sicher groß, wenn sie das wüssten. Ich werd wohl morgen mal im Porsche-Zentrum vorbei fahren und Tuchfüllung mit dem Porsche 911 GT3 nehmen. Der Verkäufer dort wird sich über meinen Besuch freuen und meine Wünsche erfüllen. Selbst wenn ich kein leichter Kunde bin.






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25. Juli 2009 um 0:50
BMW M3 - Probefahrt unmöglich!? | Cars....
[...] Original post by ch911 [...]