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Das Facelift zum Porsche 911 Carrera ist gerade mal etwas älter als ein Jahr und schon halten sich nachhaltig die Gerüchte um seinen Nachfolger.
Immer wieder tauchen Berichte und Bilder von Erlkönigen auf.
Dann heißt es, der neue würde nicht mehr als 911 sondern als 991 ins Rennen gehen. Das wäre wohl das schlimmste für jeden Porsche-Fahrer. Denn so schlecht sieht der Neue ja gar nicht aus.
Bei youtube findet man die ersten Videos:
Nach Nissan steigt auch Toyota mit dem Luxus-Ableger Lexus in die Supersportwagen-Klasse ein. Was früher eine Toyota Supra war, soll ab 2011 der Lexus LF-A werden. Seit heute gibt´s die ersten Bilder und Daten.
Wie aber soll ein noch so guter und limitierter Sportwagen aus Japen einem Porsche die Stirn bieten?
10-Zylinder-V-Motor mit 4,8 Liter gegen 3,8-Liter-6-Zylinder-Boxer-Sound?
560 PS gegen 500 PS Turbo-PS?
480 Nm gegen 700 Overboost-Nm?
3,7 sec von 0 auf 100 gegen 3,4 PDK beschleunigte 0 auf 100?
325 km/h gegen 312 km/h auf deutschen Landstraßen?
So richtig konnte der Neuling nicht punkten.
Der Preis von 375.000 EUR ist wohl eher ein K.O.-Kriterium, als ein Verkaufsargument.
Da warten wir dann doch lieber auf die noch offenen Porsche-Antwort: 911 GT2. Da werden dann wohl 575 PS, 800 Nm, 1500 kg, 3,0 sec und 335 km/h zum Preis von 200.000 EUR ein Jahr vor der Japan-Rakete beim Händler und auf der Nordschleife stehen.
Porsche 911 Turbo
Vor 35 Jahren waren 5,5 sec für den Sprint von 0 auf 100 km/h, 260 PS, 3-Liter-Turbo-Boxer, 343 Nm, Kotflügelverbreiterung, Heckflügel und Heckantrieb das Nonplusultra des Sportwagenbaus.
Kinderaugen begannen zu leuchten.
Beim Spielkarten-Quartett in der Schulpause war es der Supertrumpf.
Seit dieser Woche stehen die Eckdaten bei 3,8-Liter-Boxermotor mit Benzin-Direkt-Einspritzung und Turboaufladung mit VTG, 7-Gang-PDK, 500 PS, bis 700 Nm, 3,4 sec von 0 auf 100 km/h, Durchzug von 80 auf 120 km/h in 2.1 sec., 312 km/h Spitze, Allrad mit elektronisch geregelter Lamellenkupplung und hocheffiziente Aerodynamik.
Die Kinderaugen von früher sind inzwischen erwachsen. Doch sie leuchten noch immer. Heute mehr denn je.
Aus der Schulpause wurde längst die Kaffeepause im Büro, in der man auf www.porsche.de nach den neuesten Infos zum Turbo, GT3, Panamera Turbo oder Cayenne GTS PDE 3 sucht.
Nur eins hat sich in all den Jahren nicht verändert: Die Leidenschaft für Porsche.
Der Panamera wird polarisieren wie kein anderer Porsche.
Die einen werden ihn mögen, wie ihren 911 oder Cayenne.
Die anderen werden ihn hassen, wie ihre zu kleine Garage (Schwiegermutter wollt ich hier nicht schreiben) oder ihre Allerwelts-Limousine.
Die Porsche-eigene Erklärung für den Panamera find ich treffend und allessagend:
Es sollte keine Limousine, kein Viersitzer und kein Allrad werden.
Es sollte einfach nur ein Porsche werden. Einer für 4.
Und das ist er geworden. Obwohl ich bei den ersten Bildern und Videos für mich immer gedacht: „Iiihhh, wie häßlich. Fast so wie seiner Zeit der 928. So einen will ich nie haben“
Doch die Faszination, die von der 4. Generation ausging, führte mich ins Porsche-Werk. Ich wollte einer der Ersten sein, die ihn live und in Farbe sahen. Und ich schaffte es. Noch besser war die Tuchfüllung bei der Roadshow.
Es geht doch nichts über: Sehen, Hören, Sitzen und Staunen.
Mehr zum Thema Porsche Panamera gibt es auch in der aktuellen Christophorus-Ausgabe, dem Porsche Magazin.
Das ganze Jammern und Meckern über die ach so schlechten Zeiten, die wir haben und auf die wir zu steuern hilft nichts und niemanden. Die einzigen die daran verdienen könnten, sind wohl die Seelenklempner und Klatschblätter.
Das einzige was hilft, die Zeit so schnell wie möglich zu durchwandern und vor allem zu bewältigen:
Ziele stecken und auf zielstrebig leben.
Gesundheit und Familienglück sind sicherlich strebenswerte Ziele, aber mindestens so theoretisch wie unhandlich. Wie wärs also mit der Werksabholung des eigenen Porsche Panamera am 13.07.2010?
Vorgestellt wird die 4. Generation des Hauses Porsche Mitte September 2009. Die ersten sechs Monate der Produktion, das dürften so knapp 10.000 Familien-Sportwagen sein, sollen schon verkauft sein.
Wir haben also noch bis Ende 2009 Zeit, um den Vertrag im Porsche-Zentrum des Vertrauens zu unterschreiben. Bis dahin können wir den Panamera nach Herzenslust zusammenstellen und dabei jeden Tag quasi aus der Garage holen.
Und weil wir für die Erfüllung unseres neuen Zieles auch noch etwas wichtiges brauchen, gehen wir ab morgen mit viel mehr Freude an den Arbeitsplatz, arbeiten noch effektiver und zielstrebiger. Kunden und Chefs werden sich freuen und unsere neue Einstellung reichlich honorieren.
Das Ende vom Lied:
Kunden kaufen mehr,
Chefs zahlen mehr,
wir verdienen mehr
und am 13.07.2010 muss Porsche in Leipzig die Übergabeboxen vergrößern.
Und weil auch Porsche so zum Kunden wird, geht das Lied von vorne los.
So bringt man die Wirtschaft ins Laufen. Meckern hilft nichts!





