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Der 06.06.2008 überraschte doch viele Porsche-Fahrer und -Fans.
Rechtzeitig zum 60. Geburtstag (am 08.06.1948 erhielt der erste Porsche seine Straßenzulassung) wurde am Freitag in einer Pressemitteilung das Facelift des Erfolgsmodells 911 Carrera offiziell präsentiert.
Lange schön kursierten Gerüchte und Fotos über die bevorstehende Überarbeitung des nunmehr ins fünfte Produktionsjahr kommenden Flaggschiffs aus dem Hause Porsche.
Solche Gerüchte sind sicher nicht hilfreich bei der Vermarktung des laufenden Modells.
Der Kunde weiß nicht, wann sein Neuer ein Alter sein wird.
Und der Verkäufer weiß nicht, wie er seinem Kunden einen neuen Sportwagen verkaufen soll, wenn das Damoklesschwert Facelift über ihm hängt.
Die Geheimniskrämerei ist endlich zu Ende. Am 05. Juli soll das Facelift auch bei den Porsche-Zentren stehen und zu bewundern sein.
Für alle, die nicht solange warten können und wollen – also auch für mich 🙂 – hat Porsche ein Webspecial eingerichtet. Sicher folgt auch bald der überarbeitet CarConfigurator, mit dem man seinen Neuen zusammenstellen, ausdrucken und beim Händler bestellen kann.
(Keine Ahnung, ob ich hier Bilder vom Facelift mit dem Hinweis auf´s Copyright reinstellen dürfte. Ich lass es mal lieber. Der Link ist ja im Fall der Fälle da)
Doch ist der Neue wirklich besser als der Alte?
Die neue Benzindirekteinspritzung sorgt bei gleich bleibendem Hubraum für eine Leistungssteigerung:
von 325 auf 345 beim 911 Carrera und
von 355 auf 385 beim 911 Carrera S
Die Höchstgeschwindigkeit steigt beim S von 293 auf 302 😉
Endlich ist die Schallmauer geknackt, wobei meiner laut Tacho jetzt schon gut für 307 ist 😉
Das PDK (Porsche-Doppelkupplungsgetriebe) sorgt mit seinen 7 Gängen für noch bessere Beschleunigungswerte. In Verbindung mit dem Sport Chrono Plus und Launch Control soll es gegenüber dem handgeschalteten Carrera S eine halbe Sekunde schneller von 0 auf 100 gehen. Und das sind im Sportwagenbau richtige Leistungen, die da einem Entwicklungsingenieur abgefordert werden. Es bleibt ja nicht nur beim Sprint von 0 auf 100. Sicher werden auch die Zwischenspurts um einiges besser ausfallen. Und das sind die Sekunden, die dem PorscheFahrer ein lange anhaltendes Grinsen ins Gesicht zaubern.
Trotz ca. 8%iger Leistungssteigerung geht der Neue mit der Umwelt besser um, als mein Alter. Die CO2-Emisionen sollen nach der Pressemitteilung um bis zu 15 % sinken.
8 Prozent mehr und 15 Prozent weniger macht nach Adam Riese 23 Prozent mehr Fahrspaß 😉
Ja so rechnet ein PorscheFahrer, wenn er nach einem stressigen und hektischen Tag überlegt, ob er mit seinem alten, weißen Carrera auf die Landstraße fährt, oder doch lieber diesen Artikel für seinen Blog schreibt.
Zurück ins Leben:
Auf dem Papier fährt der Neue also einen deutlichen Sieg ein.
Wie aber sieht es mit dem Gefühl und den Emotionen aus?
Ich hab am Wochenende schon Begriffe wie Breitmaulfrosch für die geänderte Front gelesen. Also ehrlich. Mir gefällt sie auch nicht so gut. Erinnert ein bissl zu stark an den Boxster. Beim Turbo ist die Anordnung der Blinker, des Tagfahrlichts und der Luftöffnung viel attraktiver gelöst worden.
Beim Heck bin ich mir noch nicht ganz sicher. Die abgekanteten Rücklichter sind gewöhnungsbedürftig. Die Diffusor-Optik lässt das Heck ein bisschen bulliger wirken.
Auf Anhieb würd ich sagen, mein „alter“ 997 hat durch das Facelift an Wert gewonnen.
Beim Thema Wert fällt mir noch der Preis ein.
Ich denke, dass der Preis porschetypisch und preiswert ist. Ich sollt wohl besser schreiben, dass der Porsche auf jeden Fall seinen Preis wert ist. Und dabei meine ich wirklich jeden Cent.
Das Gefühl Porsche kann man nicht beschreiben und sicher mit keinem Geld der Welt bezahlen. Man kann es nur erfahren. In einem Porsche.

