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Sorry für diesen Ausdruck. Aber anders kann man, das was hier los ist nicht bezeichnen.
Da wird seit gestern ein erneuter Wintereinbruch im Gebirge vorhergesagt.
Seit morgens um 7.00 Uhr kann man im Radio hören, welche Straßen durch Unfälle und/oder Straßenglätte gesperrt und beeinträchtigt sind.
Um 11.00 Uhr hieß es, dass die Straße zwischen Königswalde und Jöhstadt wegen querstehender Lkw gesperrt ist.
Zur gleichen Zeit meldete man zwischen Zwönitz und Elterlein sowie zwischen Zwönitz und Geyer Verkehrsbehinderungen wegen Schneeglätte.
Ja so ist es hier im Erzgebirge! Manchmal schneit es eben doch!
Und wenn dann das Streusalz ausgeht, geben wir eben im Radio Verkehrshinweise raus.
Das schärfste war die B95 von Chemnitz nach Annaberg. Auf dem Stück zwischen Burkhardsdorf und Gelenau ist die B95 bergauf eigentlich zweispurig ausgebaut und befahrbar. Heute war grad so die rechte Seite fahrbar. Die zweite Fahrspur war eingematscht und aus meiner Sicht nicht befahrbar. Das war kurz nach 11 Uhr. Naja. Vielleicht hatte der Winterdienst in dieser Zeit ja wichtigere Straßen als die kleine, untergeordnete B95 verkehrssicher zu machen.
Um 13.00 Uhr war leider immer noch nichts an der Unbefahrbarkeit der linken Bergaufspur geändert. Eher hat sich das ganz verschlimmert. Am Ortsende Burkhardsdorf konnte man getrost auf die freie linke Spur wechseln. Erst in den Kurven vor der Besenschänke kam der Matsch. Trügerisch und gefährlich.
Und der Winterdienst?
Drei Fahrzeuge standen um diese Zeit in der Straßenmeisterei in Schönfeld. War vielleicht grad Mittagszeit?
Dann Entschuldigung bitte für meine Aufregung. Sicher ist die B95 jetzt zur Feierabendzeit wieder verkehrssicher. Zwischendurch war ja Sonnenschein angesagt.
Ich denke schon, dass ich mich als – und jetzt kommts – Porsche-Fahrer hier drüber aufregen darf. Schätzungsweise zahle ich Monat für Monat gut und gern 500,00 EUR (mindestens) an Mineralölsteuer. Von Kfz-Steuer, Versicherungssteuer, Mehrwertsteuer etc pp. ganz zu schweigen.
Ein kleiner Blechschaden, der durch diese Straßenverhältnisse verursacht wird, kostet sicherlich im Schnitt 2.000 – 3.000 EUR. Der Einsatz des Winterdienstes wohl kaum mehr als 500 EUR. Wo sthet hier die Verhältnismäßigkeit.

