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Die Neuheiten aus dem Hause Porsche kommen auch im Jahr 2010 in einem atemberaubenden Tempo.
Am Wochenende wurde der Porsche Boxster Spyder bei den Händler der seit langem wartenden Kundschaft präsentiert. Der neue Kleine ist sicherlich ein wahrer Sportsman. Die Entwickler haben ihm alles Erdenkliche dazu in die Wiege gelegt oder unter die Karosserie gepackt. Zum Startpreis von nicht mal 200 EUR pro PS erhält man einen 1.350 kg leichten Sportwagen. Das macht grad mal 47 EUR pro kg.
Bereits in der vergangenen Woche wurde die Webspecials vom neuen Porsche Cayenne und vom Porsche 911 Turbo S online gestellt.
Nicht vergessen darf ich hier die beiden „kleinen“ Panameras, die mit Heck- oder Allradantrieb und 300 PS die vierte Dimension nach unten abrunden.
Der Sportwagen mit Straßenzulassung – Porsche 911 GT3 RS – steht auch seit kurzen bei den Händlern. Wobei es wohl wenige Porsche-Zentren geben wird, bei denen man diesen Porsche zu Gesicht bekommen wird.
Parallel dazu wurden auch die Rennfahrzeuge für die diesjährigen Porsche-Rennserien vorgestellt. Porsche 911 GT3 Cup, Porsche 911 GT3 R und Porsche 911 GT3 RSR werden wieder einmal mehr zig Siege auf allen Rennstrecken einfahren und dabei das eine oder andere Mal wesentlich leistungsstärke Gegner in Grund und Boden fahren.
Und weil bei Porsche auch das Thema Umwelt groß geschrieben wird, hält die Hybrid-Technologie im Rennsport.
Was jetzt noch fehlt ist die Neuauflage des „Überfliegers“ Porsche 911 GT2.
Im Netz finden sich viele Gerüchte und Vermutungen um den wohl stärksten Porsche aller Zeiten.
Kommt er mit dem neuen Direkteinspritzer aus dem 911 Turbo?
Oder erhält er ein turbobefeuertes GT3-Aggegat?
Ich denke, dass wir es noch im Frühjahr erfahren werden.
… beim Porsche-Händler.
Der Cayenne Diesel steht ab dem 28.02.2009 in den Porsche-Zentren bereit.
Mit dem 240 PS (176 kW) starken und bei Bedarf 214 km/h schnellen Cayenne setzt Porsche den anhaltenden Umweltdiskussionen ein Fahrzeug entgegen, dass im ECE-Fahrzyklus mit 9,3 Liter Dieselkraftstoff pro 100 km kontert. Für ein Fahrzeug mit 2,3 Tonnen Leergewicht, 6-Gang-Automatik und Allradantrieb ist das ein ganz beachtlichter Wert.
Porsche hat dem „kleinsten“ Cayenne dabei sicherlich eine Menge an Sportwagen-Genen mit in die Wiege gelegt. Viele Teile kommen ja letztendlich auch aus Zuffenhausen. Genau dort wo auch die Wiege des Porshe schlechthin, dem Porsche 911 steht. Die Endmontage wird dann in Leipzig erledigt. Genau in dem Werk, wo einst der Supersportwagen Porsche Carrera GT gefertigt wurde. Und genau auf dem Montageband, wo ab Frühjahr auch der Porsche Panamera vom Band läuft.
Hier vorab mal die aus meiner Sicht wichtigsten Daten des ersten Porsche Diesel (vom Porsche Traktor mal abgesehen):
Motor: 3,0-Liter-V-6-Turbodiesel mit 240 PS, 550 Nm Drehmoment ab 2.000 1/min, Dieselpartikelfilter und jeder Menge technischer Gimmicks wie VTG (einer Entwicklung aus dem Porsche 911 Turbo)
Getriebe/Antrieb: 6-Gang-Tiptronic S, elektronisch geregelter Allradantrieb PTM mit Untersetzungsgetriebe, Standabkopplung bei stehendem Fahrzeug.
Sicherheit: Airbags für alle Passagiere, vorne 6-Kolben-Aluminium-Monobloc-Festsattelbremsen mit innenbelüfteten 330 mm großen Bremsscheiben, Porsche Stability Management (PSM) mit ABS, Vorbefüllung der Bremsanlage, Bremsassistent und Stabilitätsprogramm
Fahrleistungen: Beschleunigung von 0 – 100 km/ in 8,3 s, Höchstgeschwindigkeit 214 km/h, Überholsprint von 80 – 120 km/h im 5. Gang in 10,0 s.
Und das waren nur die serienmäßigen Highlights, die Porsche zum Preis von knapp 56.500 EUR in den neuen Cayenne Diesel packt.
Bei der Individualisierung des eigenen Cayenne über die umfangreichen Programme Sonderausstattung, Cayenne Exclusice und Tequipment Cayenne bleiben (fast) keine Wünsche offen. Sportsitze, Navi, Panorama-Glasschiebedach, SportDesign Paket, Kurvenlicht, Lederausstattung, Metalliclack, Luftfederung. Egal was. Der Verkäufer hat am Samstag ganz sicher die passende Antwort zu jedem Kundenwunsch. Sonst wär er ja auch keine Porsche-Kundenberater.
Allem negativen Konjunkturgeschrei zum Trotz wünsche ich mir, dass am Samstag hunderte dieser „kleinen“ Cayenne-Variante verkauft werden.
Am Ende gibt es doch einen 4-fach Profit:
Der neue Besitzer, der fortan lächelnd durch die Welt geht/fährt
Die kleinen Jungs am Straßenrand, deren Augen noch mehr strahlen
Das Porsche-Zentrum, hat die Porsche-Familie doch wieder Zuwachs bekommen
Und nicht zuletzt: Vater Staat. Wieso? Das steht hier.
Viel Spaß.
Und nicht vergessen. Eine Werksabholung ist fast schon Pflicht für einen Porsche-Fahrer.
Vor ein paar Tagen musste ich meinen Carrera schweren Herzens ins Porsche-Zentrum schaffen. Aber der Chef hatte eine tolle Überraschung für mich parat.
Obwohl ich weiß, dass mein 911 Carrera S bei Herrn Günther in besten Händen ist, war es doch schwer den Sportwagen aus Zuffenhausen zum 90.000 km-Kundendienst abzugeben. Aber wer so souverän läuft wie mein 997, der hat auch mal einen WellnessAufenthalt in der topgepflegten Porsche-Klinik verdient. Als Unternehmer gönnt man sich das ja auch manchmal.
Der Empfang war gewohnt zuvorkommend und persönlich. Nach einem kurzen VorabCheck, der wie erwartet ohne Negativbefund blieb, sollte ich den bereitstehenden Leihwagen – selbstverständlich einen Porsche – erhalten.
Mein Staunen war nicht schlecht, als der neue Chef, Herr Arnegger, mich fragte, ob ich vielleicht mal ein Spaßmobil haben wolle. Ich hatte keine Ahnung, was für eine Auto er damit meinte. Um so größer war meine Freude als ich die Worte: Porsche Cayenne Turbo mit Werksleistungssteigerung (WLS) hörte. Das ist wirklich ein Spaßmobil. Ich durfte schon mal Beifahrer auf der Rennstrecke in so eine Sport-SUV sein.

Porsche Cayenne Turbo mit WLS (540 PS)
397 kW (540 PS)
280 km/h
4,8 s von 0 – 100 km/h
4,8 Liter-8-Zylinder
Klappenauspuff
Luftfederung
PDCC
Tiptronic S
Panorama-Glasdach
Ganzleder schwarz
brilliantschwarz-metallic
Tachostand: 60 (!) km
Neupreis:
knapp 150.000 EUR
So ein Auto lässt selbst das Herz eine 911er-Fahrers noch höher schlagen.
Fast erfürchtig nimmt man die Schlüssel entgegen. Mehr Vertrauensbeweis kann ein Porsche-Zentrum oder dessen Chef in einen Kunden doch gar nicht setzen. Danke Herr Arnegger.
Man fühlt sich sofort wohl hinterm Lenkrad.
Selbst wenn die Sitzposition um einiges höher ist als im eigenen Carrera.
Selbst wenn das Platzangebot einfach gigantisch im Vergleich zum Sportwagen ist.
Einfach typisch Porsche. Alles. Vom Cockpit, über die Bedienung bis hin zum Gesichtsausdruck.
Ein großer Unterschied ist aber vorhanden. Man hört den Motor nicht. Zumindest im Stand. Ansonsten spürt man bereits mit dem ersten Druck aufs Gaspedal die Leidenschaft Porsche.
Es ist schon erstaunlich wie geschmeidig sich so ein 2,5-Tonnen-Gefährt in Bewegung setzt. Die Automatik schaltet kaum spürbar durch die Gänge und beschleunigt den Cayenne, der weder warm noch eingefahren ist, in angemessener Weise, vorsichtig. Man spürt aber sofort, dass man als Carrera-Fahrer in Zukunft vor dem Cayenne mit der Hutze auf der Motorhaube etwas Respekt haben sollte.
Einerseits denkt man, dass man in einer Luxuslimousine sitzt. Der Federungskomfort dank PDCC und Komfortstellung ist trotz des katastrophalen Straßenzustands der B95 am Ortsende von Chemnitz Richtung Annaberg spitze. Andererseits spürt man die SportwagenGene wenn man nach dem Ortsschild die Sporttaste drückt und das Gaspedal auch nur einen Hauch bewegt. Der Anzug gleicht dem eine Carrera S. Und dann ist er da: Der Porsche-Sound. Da kann der Tag nur perfekt werden.
Schade, dass man an solchen Tagen auch arbeiten muss.
Zur Feier des Tages fuhr ich nachmittags aber zum Bäcker. Schon komisch wie lange manchmal die Wege zum Bäcker sind 🙂
So schnell verging noch nie ein Tag, an dem mein Carrera in der Werkstatt stand. Schweren Herzen gab ich den Cayenne Turbo WLS am Abend ab und tauscht ihn gegen meinen 911 Carrera S ein. ;-(
Einen Wermutstropfen hat diese Geschichte aber trotzdem: Der Besuch beim Tankstellenpächter. Aber darüber reden wir nicht. Ist doch für nen guten Zweck!

