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Vor ein paar Tagen musste ich meinen Carrera schweren Herzens ins Porsche-Zentrum schaffen. Aber der Chef hatte eine tolle Überraschung für mich parat.
Obwohl ich weiß, dass mein 911 Carrera S bei Herrn Günther in besten Händen ist, war es doch schwer den Sportwagen aus Zuffenhausen zum 90.000 km-Kundendienst abzugeben. Aber wer so souverän läuft wie mein 997, der hat auch mal einen WellnessAufenthalt in der topgepflegten Porsche-Klinik verdient. Als Unternehmer gönnt man sich das ja auch manchmal.
Der Empfang war gewohnt zuvorkommend und persönlich. Nach einem kurzen VorabCheck, der wie erwartet ohne Negativbefund blieb, sollte ich den bereitstehenden Leihwagen – selbstverständlich einen Porsche – erhalten.
Mein Staunen war nicht schlecht, als der neue Chef, Herr Arnegger, mich fragte, ob ich vielleicht mal ein Spaßmobil haben wolle. Ich hatte keine Ahnung, was für eine Auto er damit meinte. Um so größer war meine Freude als ich die Worte: Porsche Cayenne Turbo mit Werksleistungssteigerung (WLS) hörte. Das ist wirklich ein Spaßmobil. Ich durfte schon mal Beifahrer auf der Rennstrecke in so eine Sport-SUV sein.

Porsche Cayenne Turbo mit WLS (540 PS)
397 kW (540 PS)
280 km/h
4,8 s von 0 – 100 km/h
4,8 Liter-8-Zylinder
Klappenauspuff
Luftfederung
PDCC
Tiptronic S
Panorama-Glasdach
Ganzleder schwarz
brilliantschwarz-metallic
Tachostand: 60 (!) km
Neupreis:
knapp 150.000 EUR
So ein Auto lässt selbst das Herz eine 911er-Fahrers noch höher schlagen.
Fast erfürchtig nimmt man die Schlüssel entgegen. Mehr Vertrauensbeweis kann ein Porsche-Zentrum oder dessen Chef in einen Kunden doch gar nicht setzen. Danke Herr Arnegger.
Man fühlt sich sofort wohl hinterm Lenkrad.
Selbst wenn die Sitzposition um einiges höher ist als im eigenen Carrera.
Selbst wenn das Platzangebot einfach gigantisch im Vergleich zum Sportwagen ist.
Einfach typisch Porsche. Alles. Vom Cockpit, über die Bedienung bis hin zum Gesichtsausdruck.
Ein großer Unterschied ist aber vorhanden. Man hört den Motor nicht. Zumindest im Stand. Ansonsten spürt man bereits mit dem ersten Druck aufs Gaspedal die Leidenschaft Porsche.
Es ist schon erstaunlich wie geschmeidig sich so ein 2,5-Tonnen-Gefährt in Bewegung setzt. Die Automatik schaltet kaum spürbar durch die Gänge und beschleunigt den Cayenne, der weder warm noch eingefahren ist, in angemessener Weise, vorsichtig. Man spürt aber sofort, dass man als Carrera-Fahrer in Zukunft vor dem Cayenne mit der Hutze auf der Motorhaube etwas Respekt haben sollte.
Einerseits denkt man, dass man in einer Luxuslimousine sitzt. Der Federungskomfort dank PDCC und Komfortstellung ist trotz des katastrophalen Straßenzustands der B95 am Ortsende von Chemnitz Richtung Annaberg spitze. Andererseits spürt man die SportwagenGene wenn man nach dem Ortsschild die Sporttaste drückt und das Gaspedal auch nur einen Hauch bewegt. Der Anzug gleicht dem eine Carrera S. Und dann ist er da: Der Porsche-Sound. Da kann der Tag nur perfekt werden.
Schade, dass man an solchen Tagen auch arbeiten muss.
Zur Feier des Tages fuhr ich nachmittags aber zum Bäcker. Schon komisch wie lange manchmal die Wege zum Bäcker sind 🙂
So schnell verging noch nie ein Tag, an dem mein Carrera in der Werkstatt stand. Schweren Herzen gab ich den Cayenne Turbo WLS am Abend ab und tauscht ihn gegen meinen 911 Carrera S ein. ;-(
Einen Wermutstropfen hat diese Geschichte aber trotzdem: Der Besuch beim Tankstellenpächter. Aber darüber reden wir nicht. Ist doch für nen guten Zweck!

