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Der Slogan der Lufthansa verspricht mehr, als nach meiner persönlichen Erfahrung dahinter steckt.
Meine persönliche Flugodyssee werde ich wohl demnächst als Buch herausbringen.
Einen kleinen Vorgeschmack präsentiere ich schon mal vorab.
Ein geplanter Flug von Leipzig nach Auckland wurde zum unvergesslichen Ereignis und für mich ein Zeichen, dass es viel bessere Varianten zum Fliegen gibt, als die deutsche Airline
Die Kurzfassung:
Der geplante, bestätigte und eingecheckt Lufthansa-Flug Leipzig – München – Los Angeles – Auckland war wegen einer Verspätung der Maschine aus München nicht möglich.
Schnell gab es eine Umbuchung über Frankfurt und Peking.
Zwar in die entgegengesetzte Richtung. Aber unterm Strich sollte der Flieger und wir sogar eine Stunde früher das Endziel erreichen
Doch es kam anders, ganz anders.
Die Landung in Peking war nicht möglich. Weiterflug und Aufenthalt in Seoul.
Das Bordpersonal interessierte unser Weiterflug nicht.
Ankunft in Peking am Ende drei Stunden später als geplant.
Der Anschlussflug nach Auckland war da leider schon gestartet.
Das angekündigte Servicepersonal vor Ort war nicht vor Ort und musste erst gesucht werden.
Zwei Stunden später war die einzige Option der Lufthansa vor Ort ein Flug über Osaka am nächsten Morgen.
Osaka und Japan waren aus meiner Sicht wirklich keine Option für eine erneute Umbuchung eines Fluges der eigentlich nach Westen gehen sollte und nun 700 km am lecken Kernkraftwerk Fukushima vorbeiführen sollte.
Der Versuch eine andere Alternative zu bekommen, bescherte mir knapp drei Stunden mit der 01805-Lufthansa-Servicehotline.
Ergebnis: fast 500 Euro Telefonkosten aber kein Ergebnis
Einen selbst gefundenen Flug am gleichen Tag über Hongkong áufgrund eines vom Serviceteam falsch übermitteltem Ticket wegen fünf Minuten verpasst.
Nach drei Stunden Eigenrecherche hatte ich fast 10 mögliche Optionen für einen Flug weit weg von Japan.
Eine Nacht (drei Stunden Schlaf) in Peking in einem wirklich erstklassigen Hotel auf Lufthansa-Kosten.
Wegen des Ein-Tages-Visums für China wurde die Zeit plötzlich knapp.
Eine erste Option über Hongkong und Melbourne scheiterte, weil wir kein Visum für Australien hatten, aber auch keines brauchten, aber ohne keine Bordkarte bekamen.
Durch Glück und die Unterstützung einer wirklich engagierten Lufthansa-Mitarbeiterin (es war aber leider auch die einzige, die sich um uns kümmerte) doch noch eine Bordkarte nach Hongkong bekommen.
Empfang in Hongkong von einem „persönlichen Assistenten“, der von der netten Chinesin in Peking informiert und auf unser Problem („auslaufendes Visum“) hingewiesen wurde.
Innerhalb von zwei Stunden bekamen wir mit etwas Zittern, Bangen und Aufwand in Hongkong doch noch einen Flug direkt nach Auckland.
Während der ganzen Zeit – Empfang am Gate, Umbuchungsversuche, Gepäck abholen, Zoll und Einreise nach Hongkong, Ticket und Bordkarte holen, Einchecken, Security und Passkontrolle, Rennen zum Gate – kümmerten sich abwechselnd drei hochengagierte Chinesen (den Uniformen nach kein offizielles Lufthansa-Personal) um uns. Das war Service, den man als Kunde eines nicht als Billigfliegers bekannten Airline erwarten kann und darf.
Nach fast drei Tagen waren wir 32 Stunden später als geplant und gebucht am Ziel,
Mein Handy hatte 146 Minuten oder 457 Euro an Telefonkosten verursacht.
Und wieso das Ganze?
Weil Nebel in München war und der Flieger nach Leipzig nicht abfliegen konnte?!
Dabei wollten wir gar nicht von München nach Leipzig fliegen!
Die Lösung des Problems – Kundenservice der Lufthansa
Kurz vor Weihnachten wurde mir durch den Lufthansa Kundenservice aus Kulanz 200 EUR für meine vergeblichen Telefonate angeboten. Man könne ja nicht nachvollziehen, dass ich wirklich so lange mit der Lufthansa-Hotline telefoniert hätte. Den Einzelverbindungsnachweise müsse ich aber auch nicht einreichen.
Mehr würde mir ohnenhin nicht zustehen, da die Flüge wegen Nebels nicht pünktlich waren und ich ja den Vorschlag der Lufthansa – das war der Flug über Japan – abgelehnt hätte. Zudem hätte ich ja bereits eine Hotelübernachtung auf Lufthansa-Kosten bekommen, wozu sie auch nicht verpflichtet gewesen sei. Damit hätte ich also viel mehr Service von der Lufthansa bekommen, als mir überhaupt zugestanden hätte.
Ich hab den Vorschlag abgelehnt und gesagt, dass ich die Sache dem Anwalt übergeben werde.
Vorher werde ich wohl noch Google-Platz 1 bei der Suche nach der Kundenzufriedenheit mit der Lufthansa anstreben. Ob das wirklich der bessere Weg des Fliegens ist, wage ich stark zu bezweifeln.
Die Langversion meiner Geschichte gibt es in ein paar Wochen als Buch oder App für Smartphone und Tablet-PC.

