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Wie bescheuert können eigentlich die Verantwortlichen des Winterdienstes sein?
Wie lange können Sie Verkehrschaos verursachen?
Wann müssen sie für den verursachten Schaden gerade stehen?

Eine knappe Woche ist es her, als ganz Deutschland vor Tief Daisy gezittert hat und Hamsterkäufe auf der Tagesordnung standen. Zum Glück blieben wir hier im Erzgebirge verschont.

Am Sonntag abend (17.01.2010) hat es dann jedoch auch im tiefsten Dunkeldeutschland (in der Region Erzgebirgskreis) begonnen zu schneien. Ja manchmal dauert´s im Osten eben länger, bis was passiert.

Die B95 kurz vor Schlettau

Ich schätz mal, dass es so ca. 10 cm nasser Neuschnee sind. Um 22 Uhr konnte kaum mehr ein Lkw das Erzgebirge verlassen. Von Schlettau, Scheibenberg, Elterlein, Zwönitz über Stollberg standen sie. So knapp 25 Brummis werden´s wohl vor zwei Stunden gewesen sein, an denen ich vorbeigefahren bin.

Stillstand am Bahnübergang in Schlettau. Querstehen auf der Ortsumfahrung von Zwönitz. Stillstand zwischen Zwönitz und Stollberg an den Steigungen.

Winterdienst.
Dieses Wort kennt man in der Region ganz sicher nicht. Nicht Mitte Januar. Da schneit es hier doch nicht mehr. Tief Daisy ist doch schon vorbei. Und wer muss Sonntag nacht um 10 Uhr schon auf die Straße?

Manchmal frag ich mich wirklich, ob die Verantwortlichen hier einfach nicht wissen, was sie tun, weil sie grad schlafen oder das Wochenende genießen.

Keine Ahnung, wieviele Speditionen es hier im Kreis ERZ gibt. Aber alle verdienen ihr Geld nur, weil sie Sonntag abend ab 10 Uhr raus müssen aus dieser tollen Ecke. Nur so schaffen es die Brummifahrer, dass ihre Kinder daheim eine warme Suppe und Brötchen bekommen. Ist es da zuviel verlangt, dass ein paar Winterdienstfahrzeuge Sonntag abend ab 8 Uhr dafür sorgen, dass die eine kleine Straße geräumt und Schnee und Eis frei gehalten wird?

Das Ergebnis des Sonntags-Ausfluges

Brötchen und Suppe kommen ja auch dem Bäcker und dem Metzger (zu dem man hier auch Fleischer sagt) zu gute. Kaufen die Kinder doch bei ihnen ein und lassen so den Rubel rollen. 40 Cent für eine kleine Semmel mit ein paar Körner können durchaus eine Region am Leben halten.

Vielleicht sollten sich die Brummifahrer mit ihren Sattelschleppern mal alle am Freitag abend vor die Straßenmeisterei stellen, damit die Verantwortlichen dort sehen, dass es nicht nur einer ist, der die Nase voll hat, von dem Service, den sie bieten.
Ist das jetzt schon ein Aufruf zur Rebellion oder zur Demonstration? Dann muss ich sicher aufpassen und alles revidieren. Nicht das ich am Ende morgen zum Räumdienst mit dem Klappspaten verdonnert werde.

Sorry für diesen Ausdruck. Aber anders kann man, das was hier los ist nicht bezeichnen.

Da wird seit gestern ein erneuter Wintereinbruch im Gebirge vorhergesagt.
Seit morgens um 7.00 Uhr kann man im Radio hören, welche Straßen durch Unfälle und/oder Straßenglätte gesperrt und beeinträchtigt sind.
Um 11.00 Uhr hieß es, dass die Straße zwischen Königswalde und Jöhstadt wegen querstehender Lkw gesperrt ist.
Zur gleichen Zeit meldete man zwischen Zwönitz und Elterlein sowie zwischen Zwönitz und Geyer Verkehrsbehinderungen wegen Schneeglätte.

Ja so ist es hier im Erzgebirge! Manchmal schneit es eben doch!
Und wenn dann das Streusalz ausgeht, geben wir eben im Radio Verkehrshinweise raus.

Das schärfste war die B95 von Chemnitz nach Annaberg. Auf dem Stück zwischen Burkhardsdorf und Gelenau ist die B95 bergauf eigentlich zweispurig ausgebaut und befahrbar. Heute war grad so die rechte Seite fahrbar. Die zweite Fahrspur war eingematscht und aus meiner Sicht nicht befahrbar. Das war kurz nach 11 Uhr. Naja. Vielleicht hatte der Winterdienst in dieser Zeit ja wichtigere Straßen als die kleine, untergeordnete B95 verkehrssicher zu machen.
Um 13.00 Uhr war leider immer noch nichts an der Unbefahrbarkeit der linken Bergaufspur geändert. Eher hat sich das ganz verschlimmert. Am Ortsende Burkhardsdorf konnte man getrost auf die freie linke Spur wechseln. Erst in den Kurven vor der Besenschänke kam der Matsch. Trügerisch und gefährlich.
Und der Winterdienst?
Drei Fahrzeuge standen um diese Zeit in der Straßenmeisterei in Schönfeld. War vielleicht grad Mittagszeit?
Dann Entschuldigung bitte für meine Aufregung. Sicher ist die B95 jetzt zur Feierabendzeit wieder verkehrssicher. Zwischendurch war ja Sonnenschein angesagt.

Ich denke schon, dass ich mich als – und jetzt kommts – Porsche-Fahrer hier drüber aufregen darf. Schätzungsweise zahle ich Monat für Monat gut und gern 500,00 EUR (mindestens) an Mineralölsteuer. Von Kfz-Steuer, Versicherungssteuer, Mehrwertsteuer etc pp. ganz zu schweigen.
Ein kleiner Blechschaden, der durch diese Straßenverhältnisse verursacht wird, kostet sicherlich im Schnitt 2.000 – 3.000 EUR. Der Einsatz des Winterdienstes wohl kaum mehr als 500 EUR. Wo sthet hier die Verhältnismäßigkeit.

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